Vermeidung

Nach bisherigen Forschungen kann Menschen mit Epilepsie Folgendes vorgeschlagen werden, um das Risiko eines SUDEP zu verringern:
 
Eine adäquate Behandlung der Epilepsie durch regelmäßige Untersuchungen und Überwachung der Behandlung durch einen medizinischen Fachmann (Epileptologen).
Die gewissenhafte Befolgung der ärztlich verordneten Maßnahmen, vor allem die Medikation betreffend (gute Compliance).
Bei erfolgloser Behandlung durch Antiepileptika die Suche nach einem anderen Behandlungsweg, etwa durch eine chirurgische Maßnahme oder die Implantierung eines Vagusnerv-Stimulators.
Die stationäre Beobachtung und Untersuchung in Epilepsiezentren. Dort können gelegentlich auch neuere, noch nicht auf dem Markt zugelassene Antiepileptika erfolgreich erprobt werden.
Kein plötzliches Absetzen von Medikamenten, da dies zu gefährlichen Anfällen führen kann.
Das Herbeiführen einer stabilen Seitenlage nach einem Anfall, was offenbar das Atemzentrum des Gehirns anregen kann, die Atmung wieder aufzunehmen.
Verweilen einer Begleitperson während eines Anfalls und danach für 15-20 Minuten, zumindest bis sichergestellt ist, dass sich die Atmung normalisiert hat. Dies sollte zwischen den Betroffenen und den Begleitpersonen abgesprochen sein.
 
Betroffene, die sich der Gefahren eines SUDEP bewusst sind – so wie der Gefahren in jedem anderen Bereich des Lebens - müssen eine Balance zwischen einem vollen und aktiven Leben und dem Treffen von Vorsichtsmaßnahmen finden. Menschen mit Epilepsie sind mündige Personen und haben das Recht, selbst zu entscheiden, wie sie ihr Leben führen.

 

Stand: 2007